Zukunft wird heute gemacht

Zukunft

Foto von istockphoto.com

von Axel Speitmann

Der Schlüssel für unsere Zukunft liegt in der Gegenwart.

Es ist so simple, wie es klingt. An der Vergangenheit können wir nichts mehr ändern. Ich erinnere mich noch gut an den Spruch von einem meiner Lehrer.  Während wir bei anderen Lehrern immer „Verbesserungen“ der Fehler in Klassenarbeiten machen mussten, lehrte er uns, dass wir Fehler nicht verbessern können. Bei ihm machten wir also keine „Verbesserungen“ unserer Fehler, sondern „Berichtigungen“. Ein kleiner aber wie ich finde sehr tiefsinniger Unterschied. Wenn Du also mit einer Sache in deinem Leben nicht zufrieden bist, dann kannst Du die Fehler der Vergangenheit nicht verbessern. Aber Du kannst sie korrigieren. Jeden Tag, jede Stunde, ja jeden Augenblick treffen wir in unserem Leben Entscheidungen. Entscheidungen, die unsere Zukunft beeinflussen. Und unser Zufriedenheitsgefühl in der Zukunft. Wenn wir etwas für die Zukunft ändern wollen, das uns nicht gefällt oder wo wir uns verbessern wollen, dann müssen wir jetzt – in der Gegenwart – damit anfangen.

Das gilt für jeden persönlich genauso wie für Unternehmen. Aber auch für Gruppen, die politisch oder gesellschaftlich etwas bewegen wollen. Gerade in der aktuellen Krisenstimmung, die inzwischen nicht nur die Wirtschaftsbosse unruhig schlafen lässt, sondern, wie aktuelle Statistiken belegen, auch in der breiten Bevölkerung angekommen ist, macht es Sinn, über die Zukunft nachzudenken. Wer sich bewusst ist, dass er nicht abwarten kann bis die Krise vorbei ist, sondern den ersten Schritt zur „Bewältigung“ der Krise jetzt tut, hat einen Wettbewerbsvorteil. Anders als der Großteil der Bevölkerung und der Unternehmen, die wie das Kaninchen vor der Schlange hocken, kannst Du HEUTE etwas ändern an deiner persönlichen Zukunft, wenn Du bereit bist, den Schlüssel jetzt in die Hand zu nehmen.

Krise, Krise und kein Ende

Jeden Tag erreichen uns neue Hiobsbotschaften aus aller Welt. Krise, Krise wo man auch hinschaut. Niemand kann sich dem entziehen. Selbst die boomenden Wirtschaften in Indien und China müssen herbe Rückschläge hinnehmen. Gerade wurde berichtet, dass die Arbeitslosenzahlen im nächsten Jahr eventuell bis auf 5 Millionen anwachsen sollen. Die Umsätze der Unternehmen in fast allen Wirtschaftsbereichen gehen dramatisch zurück. Große Industrieunternehmen und Banken stehen am Rande des Kollapses. Unser ganzes Wirtschaftssystem scheint am Wanken zu sein. Und die Politiker pumpen ohnmächtig immer nur noch mehr Geld in das marode System. Wohlwissend, dass die Zeche für dieses Schachern mit der Zukunft entweder wir oder unsere Kinder zu zahlen haben.

Für uns als Familien oder Individuen und auch für Unternehmen bedeutet dies zunächst einmal Unsicherheit. Zukunft kann man nicht vorhersehen. Zukunft ist zur Zeit etwas, wovor die Menschen Angst haben, nicht etwas, worauf man sich freut. Krisen lähmen. Und das ist das Schlimmste, was uns jetzt passieren kann. Wir dürfen nicht gelähmt wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen bleiben, wir müssen agieren. Etwas tun.

Heulen bringt nichts

Eines ist ganz klar: Angesichts dieser Situation in Weltwirtschaft, heimischer Wirtschaft, eigener Arbeitssituation und der Ebbe im persönlichem Geldbeutel ist uns vielleicht zum Heulen, – bringt aber nicht wirklich was. Wenn die Trümmerfrauen nach Ende des zweiten Weltkrieges sich in die Ecke gesetzt und geheult hätten, wer weiß, was aus Deutschland geworden wäre. Stattdessen haben sie die Sache in die Hand genommen und in einer düsteren Lebenssituation angefangen Stück für Stück alles wieder aufzubauen. Wenn wir heute vor einem Scherbenhaufen stehen, weil uns die Weltwirtschaftskrise unsere Traumkarriere verhagelt hat, oder die Geschäftsidee zunichte gemacht hat, oder wir nicht mehr wissen, wie wir morgen die Rechnungen zahlen, weil die Kundenaufträge eingebrochen sind, dann ist das schlimm. Dann ist das schrecklich und wirklich Scheiße (ja, das darf ich schreiben). Aber Selbstmitleid, heulen und den Kopf hängen lassen ändert nichts an der Situation. Also lassen wir es doch gleich, oder?

Ganz egal, ob es darum geht abzunehmen, oder einen neuen Job zu finden, oder neue Kunden, oder eine neue Geschäftsidee, oder einen neuen Partner, oder ein neues Hobby, oder was auch immer, die Dinge ändern sich nur so wie Du es willst, wenn Du es tust. Niemand kann die Zukunft vorhersagen, das ist wahr. Aber wir können sie machen.

Ideensuche – Kreativität gefragt

Für einen Moment habe ich überlegt, ob ich diesen Punkt ganz weglassen kann. Schließlich kann man doch davon ausgehen, dass jeder Mensch in seinem Leben Dinge hat, die ihm nicht gefallen und die er gerne ändern möchte. Aber oft sind wir so verwurzelt in unserem bisherigen Leben und damit in der Vergangenheit, dass wir vollkommen blind sind für neue Wege. Kreativität ist jetzt gefragt. Aber wo soll die her kommen, wenn unsere Hirnwindungen immer nur die gleichen Denkstrukturen anbieten. Ohne neue Abkürzungen oder Umwege, werden wir niemals neue Ideen bekommen und keine neuen Zielrichtungen ausprobieren.

Hier eine kleine Liste von Tipps:

·         Sprich mit anderen über Deine Probleme!   -  Reden bringt deine Gehirnwindungen in Gang

·         Lass andere Deine Probleme lösen –  sie gehen vielleicht unbelasteter an die Dinge heran

·         Biete anderen Deine Hilfe bei der Lösung ihrer Probleme an!

·         Suche Verbündete mit gleichen Problemen!

·         Schau über deinen Tellerrand hinaus.   -  Was machen andere?

·         Geh Die Dinge bewusst anders an als bisher!  - Experimentiere!

·         Ändere Dein Umfeld – deine Wohnung  -  deinen Arbeitsplatz   deine geschäftlichen Kontakte

·         Spinne herum – denke in Extremen  -  male schwarz-weiß  -  und achte auf die Inspirationen, die dir das bringt!

·         Stelle Dinge in Frage – oder stelle sie auf den Kopf – oder betrachte sie aus einem andere Blickwinkel!

 

Enthusiasmus – der Schlüssel

Erfolg hat nur der, der sich für eine Sache wirklich begeistern kann. Wenn Du Dir Ziele suchst, dann suche nach Dingen, die starke Gefühle bei Dir auslösen. Nur wenn Du dich wirklich begeistern kannst, für das, was Du machen willst, wirst Du auch dran bleiben, wenn es schwierig wird oder richtig in Arbeit ausartet. Sei enthusiastisch. Erzähl anderen von dem, was Du ändern willst. Begeistere andere Dir zu helfen, dich moralisch zu unterstützen, oder sich finanziell für die Erfüllung Deiner Träume einzusetzen. Wer begeistert ist von seinem Traum, dem fällt vieles leichter. Wer begeistert ist von seiner tollen neuen Zukunft, der kann andere dafür gewinnen. Wer begeistert von ersten Teilerfolgen berichten kann, der erhält Unterstützung. Und wenn Du nicht mehr alleine begeistert bist, sondern ein Team im Rücken hast, das mit dir kämpft, geht sowieso alles ein bisschen leichter.

Stopp, nicht einfach lospreschen

Hast Du deine Idee? Halt, wo willst Du denn hin? Warte noch einen Moment. Laufe nichts direkt los, sonst läufst Du vielleicht trotz aller Bemühungen gleich in dein Verderben. Wer nicht unnötig Energie vergeuden will, der sollte planen. Wenn Du weißt, was Du in deinem Leben ändern willst, dann solltest Du im nächsten Schritt überlegen, wie Du vorgehen willst. Mache dir einen Plan über die erforderlichen Teilschritte und den Zeitplan. Wenn für die Umsetzung deines neuen Zieles auch Geld erforderlich ist, oder die Hilfe anderer, dann stelle sicher, dass alles, was Du brauchst auch zur Verfügung steht. Und sei realistisch. Niemand hilft es, wenn Du Dir selber etwas vormachst.

Du hast ein kleines Ziel? Dann brauchst Du wahrscheinlich auch nur einen kleinen Plan. Step 1 bis 3 und fertig. Los kann’s gehen. Du hast ein größeres, ehrgeizigeres Ziel? Plane genauer. Mache Dir eine Skizze oder eine Mind-map oder eine Liste. Durchdenke nicht jede Kleinigkeit bis zum Ende, aber sei Dir über die wesentlichen Schritte im Klaren. Und überlege Dir genau die Reihenfolge und den Zeitplan. Alles klar? Dann los.

Nicht zu viel Zeit mit planen verbringen

Die Gefahr besteht, dass Du umso mehr Hindernisse siehst, je mehr Du planst. Und auch, dass Du über all dem Planen das Tun vergisst. Also setze Dir ein klares Zeitlimit für die Planung und starte dann. Wenn Du zu lange stillhältst, hat Dich deine Zukunft schon wieder überholt. Und sie wird nicht anders aussehen wie deine Vergangenheit. Also starte.

Nicht ablenken lassen

An dieser Stelle komme ich mir ein bisschen vor, wie die Mutter, die dem Rotkäppchen sagt, dass es nicht links oder rechts vom Wege abgehen soll. Wenn Du dein Ziel eindeutig festgelegt hast, wenn Du gestartet bist und den nötigen Elan und Ehrgeiz in dein Projekt legst, dann lass dich nicht ablenken, von den „schönen Blumen am Wegesrand“. Eine Gefahr ist, dass wir versuchen zu viele Dinge gleichzeitig zu machen. Das gilt bei Einzelpersonen genauso wie für Gruppen oder Unternehmen. Konzentration auf das Wesentliche ist das A und O für den erfolgreichen Abschluss deines Plans. Das bedeutet nicht, dass Du nicht zwischendrin einmal Pausen einlegen kannst und etwas anderes tun. Ganz im Gegenteil. Von Zeit zu Zeit tut es gut Pausen zu machen und Du solltest in deiner Planung bei größeren Projekten auch immer Pausen vorsehen. Aber behalte Dein Ziel immer vor Augen. Lass Dich nicht ablenken, von dem, was dich in die Vergangenheit zurückzieht, die Du soeben verlassen hast.

Die Zukunft kann kommen – wir sind schon da

Ok, Du hast Dir überlegt, was Du ändern willst. Du warst kreativ. Du bist nicht planlos losgerannt. Aber Du bist dann irgendwann gestartet; Du hast die notwendige Begeisterung für dein Zukunftsprojekt und Du weißt, was Du willst und lässt Dich nicht ablenken. Ich glaube Du bist gerüstet. Die Zukunft kann kommen, Du wartest schon auf sie.


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22 Apr 2009 | in erfolgreicher leben » | Kein Kommentar

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