Zehn Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

von Axel Speitmann

Es ist immer wieder dasselbe. Jedes Jahr starten wir aufs Neue in den Frühling und sehnen uns nach den ersten wärmenden Sonnenstrahlen und den länger werdenden Tagen. Doch irgendwie kommen wir noch nicht so richtig in die Gänge. Die Müdigkeit steckt uns noch in den Knochen. Wir sind auch tagsüber oft schlapp oder gereizt. Trotz Kaffee und viel Schlaf sind wir müde und würden am liebsten gleich nach dem Frühstück wieder ins Bett steigen. In Meetings kämpfen wir mit unseren schweren Augenlidern. Und Abends sehnen wir uns schon gleich nach dem Essen ins Bett. In der Regel bleibt dieser Zustand über einen Zeitraum von 2-3 Wochen erhalten und klingt dann ab.

Unser Körper ist auf Sparmodus geschaltet. In der dunklen Jahreszeit hat der Körper sich adaptiert an die geänderten klimatischen Bedingungen. Der Organismus hat sich so umgestellt, dass er möglichst wenig Energie verbraucht. Das führt neben den Weihnachtsfeiertagen und dem Sylvester-Schmaus auch dazu, dass wir über den Winter träge und „fett“ werden.

Die steigenden Temperaturen führen zu erweiterten Blutgefäßen und in der Folge zu niedrigerem Blutdruck. Das macht schlapp. Nach dem dunklen Winter sind unsere Hormone noch nicht auf den plötzlichen Umbruch vorbereitet. Der Körper braucht einfach Zeit, um das Niveau an Melatonin, das ist das Hormon, das unseren Schlaf regelt, zu reduzieren. Außerdem ist der Vorrat des „Glückshormons“ Serotonin im Körper am Ende des Winters auf einem absoluten Niedrigstand angekommen.

Auch die Haut muss sich erst an die geänderten Bedingungen anpassen. Das geschieht jedoch erst, wenn sie auch vermehrt dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Wenn sie quasi „intuitiv merkt“: aha, es gibt wieder mehr Sonnenlicht!

Überall findet man die gleichen Tipps, was man machen kann, um die Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen. Die folgenden 10 Punkte sollen eine Alternative zu den Standard-Tipps sein:

 

1.      Mit Kindern herumtoben

Regelmäßige Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung, aktiviert die Hormonproduktion und stärkt das Immunsystem des Körpers. Wenn wir dabei noch Spaß haben, wirkt es doppelt so gut. Warum nicht mal eine Horde Kinder einladen zu einem Erlebnisnachmittag im Wald oder zu einem gemeinsamen Besuch im Schwimmbad. Kinder sind agiler und fitter als wir Erwachsenen. Sie müssen sich austoben und wenn sie uns daran teilhaben lassen bewegen wir uns quasi ohne besondere Anstrengung. Trotzdem werden wir müde und ausgiebiges herumtoben  mit den Kids fördert den gesunden Schlaf zur rechten Zeit bei alt und jung.

Keine eigenen Kinder? Leih Dir welche aus! Bei Freunden oder Verwandten. Die werden froh sein, wenn sie die Rasselbande mal für ein paar Stunden los sind!

 

2.     Das Leben „auslagern“

Sonnenlicht regt die Produktion des Glückshormons Serotonin an und es sorgt zusammen mit frischer Luft auch für ein gesundes Aussehen und die Regeneration der Hautzellen. Die frische Luft versorgt zudem den gesamten Organismus mit Sauerstoff. Damit Du genug Sonnenlicht und Sauerstoff bekommst, kannst Du einen Teil deines Lebens auslagern. Wie wäre es mit einem Picknick in der Mittagspause statt in der Kantine zu sitzen. Du must mit Kunden telefonieren und besitzt ein Schnurlos-Telefon? Setz dich ins Freie zum Telefonieren. Wenn Du ein wenig erfinderisch bist, fallen Dir sicherlich eine Menge Dinge ein, um mehr Zeit im Freien zu verbringen. Wie wäre es mit einer Grillparty mit Schneemann  - wenn man sich entsprechend anzieht, kann auch das Grillen in der Übergangszeit Spaß machen. Oder, als Abendprogramm, suche dir einen hohen Punkt in deiner Umgebung,  z.B. einen Berg oder einen Turm in deiner Nachbarschaft, wandere an der frischen Luft zu Fuß dorthin und schau in die Ferne statt fernzusehen.

 

3.     Schöner werden dank Salzpeeling

Geh in die Sauna oder dusche deinen Körper heiß ab. Dann reibe die Haut mit Salz ab. In vielen Saunen werden spezielle Salzaufgüsse angeboten. Das regt den Kreislauf an. Außerdem reinigt es die Haut und regt die Erneuerung der Hautzellen an. Wenn Du die Saunagänge auf den Abend verlegst, so erreichst Du dadurch auch gleichzeitig, dass dich eine wohlige Müdigkeit umgibt, die dich in der Nacht gut schlafen lässt.

 

4.     Mache Siesta

Wie oben schon gesagt. Es bringt nichts, wenn wir mehr schlafen. Aber manch einem hilft es, wenn er den Schlaf etwas anders verteilt. Wenn Du in der Mittagszeit eine kurze Phase einlegst, in der Du richtig zur Ruhe kommst und dich vielleicht sogar für 10-20 Minuten hinlegen kannst, kannst Du neue Energie tanken. Länger sollte deine Pause nicht sein, sonst ist sie nicht so effektiv und dein Nachtschlaf leidet darunter.

 

5.     Werde Wasserexperte

Viel Wasser trinken ist eigentlich immer ein guter Tipp, um den Körper in Schwung zu bringen und gesund zu halten. Zum einen führen wir so unserem Körper lebenswichtige Mineralien zu. Zum anderen spülen wir mit der Flüssigkeit Giftstoffe aus dem Körper. Nutze diese Gelegenheit, um ein Experte für Mineralwasser zu werden. Es gibt hunderte von verschiedenen Wassern, mit und ohne Kohlensäure. Kaufe Dir bewusst im Fachhandel einmal zehn verschiedene Wassersorten und versuche die Unterschiede zu schmecken. Werde zum Wasserexperten und genieße jeden Tag einen anderen „guten Tropfen“.

 

6.     Organisiere ein ABC-Essen

Unser Hirn muss viel arbeiten, um den Körper auf die veränderten Bedingungen der Umwelt anzupassen. Wenn wir ihn zusätzlich durch mehr Bewegung fordern, dann müssen wir auch für gesunden Nachschub an Energie und Vitaminen sorgen. Also gilt:  mehr Obst und Gemüse essen – am besten Rohkost. Die meisten von uns haben diesbezüglich zu wenig Phantasie und probieren zu wenig aus.

Um dem entgegen zu wirken, iss Dich doch zur Abwechslung einmal quer durch Alphabet. Organisiere ein ABC-Essen mit der Familie oder Freunden. Versucht möglichst viele Rohkost-Zutaten mit den Anfangs-Buchstaben des Alphabetes in das Menü mit einzubeziehen. Erlaubt sind Gemüse, Obst, Nüsse, Körner.  Also A wie Apfel, B wie Birne, C wie Chicorée, D wie Dosentomaten…. ;-)

 

7.     Umgib Dich mit Farben

Farben wecken die Lebensgeister in uns. Wenn der Frühling kommt, dann fangen die Blumen an zu blühen und die Bäume treiben Knospen und bekommen wieder frische grüne Blätter. Das wirkt sich positiv auf unsere Stimmung aus. Damit wir diese positive Energie schon etwas eher nutzen können, sollten wir uns mit bunten, warmen Farben umgeben. Ziehe dich farbenfroher an. Lass die schwarzen und grauen Pullis im Schrank. Zeig dem Frühling, dass Du schon vor ihm da warst. Male eine Wand in deiner Wohnung in frischen Farben an oder gleich die ganze Wohnung.

 

8.    Mehr Sex

Ja, Du hast richtig gelesen. Mehr Sex ! (Ausrufezeichen) Da brauchen wir kein Red Bull mehr, um die Sinne zu beflügeln. Wer mehr Sex hat, der bringt seinen Hormonhaushalt in Wallung, der stärkt sein Immunsystem und der hat mehr Spaß am Leben. Und wer mehr Spaß am Leben hat, ist weniger gereizt, schläft besser und geht gut gelaunt in den neuen Tag.

 

9.     Kauf Dir Blumen

Kauf Dir einen Blumenstrauß fürs Wohnzimmer und einen für deinen Arbeitsplatz. Umgebe dich mit schönen, ansprechenden Dingen, die dein Herz höher schlagen lassen, wenn Du sie betrachtest. Ein schöner Blumenstrauß bringt nicht nur Farbe sondern auch Düfte in den Alltag. Genieße es, wie die Blütenpracht deinen tristen Alltag im Büro oder wo immer Du auch arbeitest aufpeppen. Gönn Dir etwas, schenke Dir selber Blumen!

 

10. Treff Dich mit Freunden

Wann immer Du Gelegenheit hast, treff‘ Dich mit Menschen. Am besten mit guten Freunden. Denn da gibt es immer etwas zu erzählen und häufig auch viel zu lachen. Gemeinsames Lachen ist die beste Medizin gegen depressive Stimmungen und einen grauen Alltag. Lachen macht munter. Und es verlängert das Leben. Also lacht zusammen und genießt das Leben.

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18 Mrz 2009 | in zufriedener leben » | Kein Kommentar

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