Warum Publikum wichtig ist

Foto: © Carola Langer/ PIXELIO www.pixelio.de

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von Axel Speitmann

Es gibt Menschen, deren Leben verändert sich von einem auf den anderen Tag, so als hätte man sie auf den Mars oder die Venus katapultiert. Manchmal sind das Menschen, bei denen niemand das erwartet hätte. Sie selber auch nicht.

Zwei von diesen Menschen sind in den vergangenen zwei Jahren in aller Munde und vor allem aller Ohren gewesen. Susan Doyle und Paul Potts. Sie kamen aus dem Nichts und starteten wie eine Rakete von Null auf …ungefähr unendlich. Und ihre Geschichten und ihr Gesang rührten so manchen zu Tränen.


Was war so entscheidend für diese große Veränderung in ihrem Leben? Zweifellos nicht ihr Talent. Denn Talent bekommt man nicht über Nacht. Das besaßen sie schon vorher.

Definitiv nicht ihr Aussehen! Keine Skandale. Keine Nacktfotos. Keine Affären mit Berühmtheiten. Was ausschlaggebend war für ihren umwerfenden Erfolg war, das sie plötzlich Publikum hatten!

Hätte Paul Potts seine Opernarien weiterhin nur morgens unter der Dusche gesungen, hätte er allerhöchsten die Nachbarn verärgert, weil die noch schlafen wollten. Hätte Susan Doyle weiterhin ihre Songs nur auf dem Weg zur Arbeit vor sich hin gesummt, sie hätte womöglich die Haltestelle verpasst. Aber mehr auch nicht. Es wäre nichts passiert. Für Jahre. Jahrzehnte. Vielleicht für immer.

Diese beiden haben Talent. Mehr Talent als die meisten von uns. Aber sie waren unsichtbar. Unscheinbare graue Mäuse. Sie waren wie die große Masse und ihre Begabung war verborgen. Dann traten sie aus der Masse heraus auf die Bühne. Sie trauten sich was. Und ein Publikum, das nichts als eine graue Maus erwartete, bekam die bunte Vielfalt ihres einzigartigen Talentes um die Ohren geschmeichelt.

In seinem Blog schreibt Sean d‘ Souza in einem Beitrag: Publikum ist wichtiger als Talent. Viele erfolgreiche Menschen sind nicht talentierter als der Durchschnitt der Bevölkerung. Aber sie sind erfolgreich, weil sie ein Publikum haben. Ein Publikum, das nicht nur applaudiert, sondern ihr Tun kritisch beäugt und sie auch manchmal „ärgert“.

Publikum, und ist es noch so klein, ist deshalb wichtig, weil es uns Hinweise gibt, wie wir uns verbessern können. Weil es uns Ansporn gibt, damit wir weitermachen. Und uns Anerkennung gibt für das, was wir tun.

Also, liebes Publikum, Ihr seid dran – ich weiß, ihr seit da draußen – lest ihr das hier?

Traut euch. Schreibt einen Kommentar. Klatscht Applaus oder pfeift mich aus. Werft mit Tomaten oder faulen Eiern. Schickt mir Blumen, Pralinen oder Stinkesocken.

Ich warte gespannt!




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7 Aug 2009 | in glücklicher leben » | Kein Kommentar

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