Steh Dir nicht selbst im Weg

Foto von istockphoto.com

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von Axel Speitmann

Es gibt Tage, da krieg ich einfach nicht viel auf die Reihe. Obwohl ich versuche systematisch vorzugehen und die Dinge zu planen und nacheinander abzuarbeiten, will es einfach nicht so richtig laufen. Ich fange Dinge an, aber kann mich nicht konzentrieren. Ich suche Zerstreuung in Dingen, die zwar gemacht werden müssen, aber eigentlich nicht sehr dringend sind. Ich dehne die Pausen und die Leerlaufzeiten zwischen den Aufgaben immer weiter aus. Und ich habe zu nichts wirklich Lust. Das Sofa ruft, die Sonnenliege macht mir Avancen, der Fernseher zwinkert mir zu und das Bett lädt ein zu einem kurzen Nickerchen. Ich stehe mir selber im Weg.

Die Folge: Ich warte bis die Sache unaufschiebbar wird. Erledige sie dann so gut es noch geht. Und zusätzlich habe ich bis dahin eine Menge Zeit verplempert. SO kommt man nicht wirklich weiter. Da muss etwas geschehen.

Was mir dann hilft, ist die 4K-Methode. 4K steht für Konvention, Konsequenz, Konzentration, Kontinuität. Die Methode funktioniert wie folgt:

1.       Konvention  -  Eine Konvention ist eine Absprache. In diesem Fall eine Absprache mit mir selber. Ich vereinbare mit mir, dass ich eine bestimmte Aufgabe zu Ende bringe, oder bei größeren Arbeiten, dass ich ohne Unterbrechung eine oder zwei Stunden an der Sache arbeite. Diese Absprache ist verpflichtend. So, als würde ich jemand anderem ein Versprechen geben. Oder, als ob ich mich vertraglich verpflichte.

 

2.      Konsequenz  -  Gemeint ist hier Beharrlichkeit und Zielbewusstsein. Ich weiß genau, was am Ende der vereinbarten Zeit das Ergebnis sein wird. Und ich arbeite darauf zu. Dieses Ziel lasse ich nicht mehr aus den Augen. Das hilft mir dabei die Zerstreuungen und Ablenkungen links und rechts des Wegesrandes zu ignorieren und meine Arbeit zügig zu erledigen. Ich weiß wo ich hin will. Ich bin nicht Rotkäppchen. Ich pflücke keine Blumen für die Großmutter. Der Wolf kann mich mal.

 

 

3.      Konzentration  -  Diese Punkt geht Hand in Hand mit dem vorhergehenden. Ich konzentriere mich nur auf das, was jetzt wichtig ist. Ich lasse mich nicht ablenken. Ich mache nicht zwei Dinge gleichzeitig. Alles andere außer meiner mit mir vereinbarten Aufgabe ist für diesen Zeitraum vollkommen egal. Es existiert nicht. Die volle Konzentration auf meine Arbeit erhöht meine Produktivität um ein Vielfaches. Ich schaffe die Aufgabe in Bruchteilen der vorgesehen Zeit. Was bleibt ist echte Freizeit!

 

4.      Kontinuität  -  Wenn ich eine bestimmte Zeit lang an einer Sache konsequent arbeite, entwickelt sich daraus so eine Art Selbstläufer. Ich muss mich nicht mehr zwingen. Zum einen komme ich mit jeder Minute dem gesetzten Ziel näher, zum anderen bin ich wirklich in die Arbeit vertieft. Jetzt ist es wichtig weiter zu machen. Wenn ich eine Pause brauche, mache ich die ganz bewusst und setze mir selber ein Zeitlimit, das ich definitiv einhalte. Dann geht es zurück an die Arbeit.

So wird aus einem unproduktiven Tag am Ende noch ein produktiver Tag. Ich stehe mir nicht mehr selber im Weg. Ich schaffe entweder mehr an diesem Tag. Oder ich schaffe das, was ich mir vorgenommen habe und habe mehr von meiner Freizeit, die ich jetzt mit gutem Gewissen genießen kann. Dieser Beitrag ist das Resultat der 4K-Methode. Fein, ich bin jetzt fertig. Jetzt setze ich mich in die Sonne. Mit gutem Gewissen und mit einem großen Eiskaffee.



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13 Jun 2009 | in erfolgreicher leben » | Kein Kommentar

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