Scotty beam mich rauf

© Wilfahrt/ PIXELIO www.pixelio.de

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von Axel Speitmann

Über effektives und angenehmes Reisen.

Endlich Urlaub! Doch kaum hat man Zeit zu verschnaufen, fängt der Stress schon an. Koffer packen, Pass verlängern, noch schnell Sonnencreme kaufen. Und wenn man das alles erledigt hat, sitzt man abgehetzt und urlaubsreif im Auto. Nach fünfzig Kilometern der erste Stau. Die Sonne brennt. Die Kinder motzen.

Oder Du stehst in der Schlange am Flughafen, schleppst Dir einen Bruch an den Koffern. Was hat die Family nur wieder alles eingepackt? Der Flieger hat Verspätung, weil die Fluglotsen mal wieder streiken. Im Flieger gibt es Pappbrötchen. Der Nachbar schnarcht nicht nur, sondern riecht auch übel nach Schweiß.

Wer wünschte sich an solchen Tagen nicht, so wie die Crew von Raumschiff Enterprise zu reisen. „Scotty beam mich rauf“. Und schwuppdiwupp bist Du schon am Ziel. Leider ist diese Art der Fortbewegung bis heute noch Utopie. Trotzdem gibt es viele Dinge, die wir tun können, um möglichst effektiv und dabei sehr angenehm und komfortabel zu verreisen. Hier einige Tipps:

Urlaubsplanung

Urlaubsplanung beginnt mit den ersten Gedanken, die Du dir über deinen anstehenden Urlaub machst. Fährst Du allein? Mit dem Partner? Mit Kindern? Mit Opa, Oma, Schwester, Bruder, Neffe, Nichte, Hund, Katze, Maus? Oder mit den Kumpels? Oder mit den Kumpels und deren Freundinnen? Oder mit Fremden in einer Reisegruppe?

Machst Du einen Erholungsurlaub? Einen Aktivurlaub? Eine Sprachreise? Eine Bildungsreise? Willst Du Land und Leute kennen lernen, oder bleibst Du lieber im Club unter deinesgleichen? Willst Du allein sein oder suchst Du Anschluss?

Tausend Möglichkeiten. Du findest bestimmt schnell das richtige für Dich. Aber, für den Fall, das Du nicht alleine fährst, solltest Du bzw. Ihr schon ein paar Gedanken darauf verschwenden, dass ihr zwar „gemeinsam“ Urlaub macht, aber vielleicht nicht die gleichen Interessen habt. Wenn das der Fall ist, ist Stress oder Enttäuschung vorprogrammiert, wenn ihr nicht vorher genau überlegt, wie den Interessen aller ein wenig entsprochen werden kann. Denn dann könnt ihr gleich getrennter Wege gehen.

Am besten man spricht offen darüber, was man vom Urlaub erwartet, was man besonders mag und was gar nicht. Es gibt Menschen, die wollen den ganzen Tag am Pool in der Sonne liegen. Die bewegen sich nur, um sich einen Drink zu holen und zu den Mahlzeiten. Und am Abend gehen sie in die Disko und danach legen sie sich entspannt ins Bett und freuen sich auf den nächsten Tag am Pool.

Und es gibt andere, die müssen den ganzen Tag auf den Beinen sein; immer was erleben; etwas von der Gegend sehen, aktiv sein. Die wären todunglücklich, wenn sie auch nur einen Tag lang nur am Pool lägen.

Zugegeben, das sind jetzt zwei Extreme. Aber man sieht daran, dass es Sinn macht, sich über einen gemeinsamen Urlaub im Vorhinein ein paar Gedanken zu machen. Vielleicht auch dann, wenn man schon lange zusammen ist und schon einige Urlaube miteinander verbracht hat. Sonst könnte am Ende gerade dieser Urlaub der letzte gemeinsame sein.

Es gibt Menschen, die fahren morgens an dem Flughafen und schauen, wohin sie möglichst am gleichen Tag einen günstigen Flug last-minute erwischen. Doch das dürfte die Ausnahme sein. Die meisten von uns müssen, schon allein aus beruflichen Gründen, oder wegen der Kinder, ihren Urlaub weit im Voraus planen. Doch oft bleibt es bei einer terminlichen Abstimmung mit Kollegen, Partner oder Familienmitgliedern. Allenfalls setzt man sich gemeinsam vor die Reisekataloge und bucht irgendwann Hotel und Flug, um noch den Frühbucherrabatt zu bekommen.

Wer an diesem Punkt nicht aufhört und seinen Urlaub frühzeitig plant, kann sich hinten raus viel Stress ersparen. Am einfachsten ist es, wenn Du dir für die verschiedenen Dinge, die man bedenken muss, Checklisten machst. So läuft man weniger Gefahr wichtige Dinge zu vergessen. Und diese Checklisten kann man in leicht abgewandelter Form dann für jeden weiteren Urlaub verwenden.

Neben einer Packliste für jede Person, sollte es eine Aufgabenliste geben, mit Dingen, die vor Reiseantritt erledigt werden müssen. Auf dieser Liste gehört zu jedem Punkt auch ein Datum, an dem diese Aufgabe erledigt sein muss.

Weiterhin solltest Du eine Informationsliste machen, von allen Dingen, die Du noch vor Reiseantritt wissen solltest. Teile sie in drei Bereiche. Erstens „Dringend“: Das sind Infos die Du kurzfristig brauchst, weil sie vielleicht Aktionen erfordern, die Zeit brauchen. Das könnte der Fall sein, wenn Du ein Visum benötigst, wenn Du eine ärztliche Bescheinigung für die Teilnahme an einer Expedition brauchst, oder wenn die Einreisebestimmungen Impfungen vorsehen.

Im mittleren Bereich der Liste finden sich Fragen zu Informationen, die Du einige Zeit vor Reiseantritt brauchst, weil Sie Grundlage für weitere Planungen sind. Das könnten zum Beispiel die Freizeitangebote oder das Angebot an Tagestouren sein. Das kann die Beschaffung von Ausrüstung betreffen, wenn Du tauchen oder surfen willst. Oder das kann die medizinische Versorgung sein, wenn Du nicht hundertprozentig fit bist.

Im letzten Bereich der Liste schreibst Du auf, welche allgemeinen Informationen Du brauchst, um gut auf die Reise vorbereitet zu sein. Neben Informationen über das Klima oder aktuelle Witterungsverhältnisse während der ersten Urlaubstage können das Informationen über Land und Leute sein, Kartenmaterial, Reiseführer oder Sprachführer, die Du dir noch besorgen willst, oder (wenn das für Dich eine existenzielle Frage ist), wo man deutsches Bier bekommt. ;-)

 

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von grundlegenden Fragen, über die man sich einmal Gedanken machen sollte, wenn man einen wirklich erholsamen Urlaub haben will:

Muss das Handy mit in den Urlaub? – Falls das Wort „muss“ mit ja beantwortet wird – und wohlgemerkt hier steht nicht „sollte“ oder „kann“ sondern „muss“ – Weißt Du wo man es ausschaltet?

Müssen ipod, Videokamera, Computer und PDA wirklich mit? – Du willst Dich doch erholen. Lass die kleinen elektronischen Helferlein auch mal Urlaub machen. Aber Zuhause. Der Vorteil: Du must weniger schleppen und bekommst den Kopf mal frei.

Kennst Du die zwanzig wichtigsten Worte in der Landessprache? – 1. Danke, 2. Bitte, 3. Entschuldigung, 4. Guten Tag….

Was muss passieren, damit dieser Urlaub ein ganz besonderes Erlebnis wird? – Wenn Du auch noch in einigen Monaten oder Jahren von diesem Urlaubserlebnis zehren willst, dann mache Dir darüber Gedanken und tue alles, um das, was Dir dazu einfällt, in die Tat umzusetzen! Diese wenigen Wochen im Jahr sind zu kostbar, als das es nur irgendein beliebiger Urlaub wird!

Kannst Du in einem Atlas den Ort finden, an dem Du Urlaub machst? – Es soll tatsächlich Menschen geben, die den Urlaubsort auf einer Karte nicht finden, ja noch nicht einmal wissen, auf welchem Kontinent sich dieser befindet. Tu ein wenig für deine Allgemeinbildung und informiere Dich vorab über Land, Menschen und deren Kultur. Vielleicht bist Du dann einer von den Deutschen, für die man sich nicht schämen muss, wenn man ihnen im Urlaub begegnet.

Ist das, was Du gerade planst, auch wirklich das, was Du brauchst? – Viele Menschen machen Urlaub, wie sie den Alltag verbringen. Der Stressmensch macht sich auch im Urlaub Stress. Der gemütliche Typ macht es sich auch im Urlaub gemütlich. Aber Urlaub soll nichts alltägliches sein. Urlaub, das ist das Besondere. Das Außergewöhnliche. Also mach nicht das, was Du immer machst. Erlebe etwas Neues, Besseres.

Diese Liste kann man beliebig fortsetzen. Aber warum soll ich mir eigentlich den Kopf über Deinen Urlaub zerbrechen. Denke selber nach, wie Dein Urlaub richtig erholsam wird. Und wenn Du einen Tipp hast, schreib ihn hier im Blog in die Kommentare.

In den nächsten Beiträgen werde ich noch mehr Vorschläge zur Urlaubsvorbereitung und zur Urlaubsgestaltung machen.



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18 Jun 2009 | in stressfreier leben » | Kein Kommentar

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