Schreib mal wieder

Foto: © knipseline/ PIXELIO www.pixelio.de

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von Axel Speitmann

Manchmal, aber nur manchmal, fragt man sich ja schon, warum man sich das mit dem Blog überhaupt antut. Es kostet Überwindung sich hinzusetzen und anzufangen. Es kostet wertvolle Zeit, die man manchmal dringend für andere Dinge bräuchte, so wie diese Woche. Und es ist anstrengend die richtigen Formulierungen zu finden und so zu schreiben, dass es für andere interessant zu lesen ist. Und auch die Bildrecherche ist mühsam und kostet manchmal sogar Geld, wenn man stockphotos verwendet.


Also, warum dieses Blog?

Was ist mein Antrieb? Was war der Impuls damit anzufangen?

Die erste Idee dazu hatte ich Anfang des Jahres. Eigentlich möchte ich Bücher schreiben. Das heißt, ich habe schon zweieinhalb geschrieben. Aber bisher noch nicht veröffentlicht. Das „halbe Buch“ ist schon seit fast 4 Jahren unfertig in der Schublade. Und irgendwie schaffte ich es nicht konsequent jeden Tag weiter zu schreiben.

Deshalb ein Blog. Hier habe ich Publikum. Hier gehe ich eine Verpflichtung ein. Eine Verpflichtung gegenüber meinen Lesern. Die erwarten, dass regelmäßig neuer Content von mir kommt. Also muss ich regelmäßig schreiben. Und je öfter man schreibt, umso leichter fällt es einem.

Es geht noch besser

Ok, nicht immer kann man Top-Qualität abliefern, wenn man Tag für Tag schreibt. Denn es bleibt einfach weniger Zeit zum Redigieren und Kontrolle lesen. Da bleiben Tippfehler, Grammatikfehler und Rechtsschreibfehler im Text, die man bei genauerem Hinsehen vielleicht noch gefunden hätte.

Und auch stilistisch und inhaltlich würde so mancher Artikel sicherlich gewinnen, wenn man ihn sich mit etwas Abstand noch ein bis zweimal zur Brust nehmen würde. Vieles ist also mehr so aus dem Bauch raus geschrieben.

Aber es hat auch sein Gutes. Man trainiert die eigenen Fähigkeiten zu texten Tag für Tag. Man bemerkt plötzlich bestimmte Eigenarten am eigenen Stil, die einem gefallen oder missfallen (Zweiteres ist häufiger der Fall). Und man verliert die Angst vor einem leeren Bildschirm zu sitzen ohne Inspiration. Inzwischen fällt es mir meist sehr leicht mich hinzusetzen und gleich mit dem Schreiben zu starten.

Und auch die Tatsache, dass mein „Geschreibsel“ ungefiltert in den Äther geschickt wird, hat seinen Reiz. Die Ecken und Kanten, die meinen Texten bleiben, machen sie origineller, persönlicher, authentischer.

Und irgendwann das Buch…

Eine Freundin hat mir Anfang des Jahres gesagt: „Schreib dein verdammtes Buch endlich und werd‘ berühmt!“ Gut, ich hab mal erst mit diesem Blog angefangen. Wenn ich mit dem nicht berühmt werde, kann ich ja immer noch das „verdammte Buch“ schreiben.

In diesem Sinn halte ich es mit dem Slogan der deutschen Bundespost: „Schreib mal wieder!“ Und das wünsch ich mir auch von Euch Lesern. Da unten gibt es ein Kommentarfeld.

Also: Schreib mal wieder!




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29 Aug 2009 | in erfolgreicher leben » | Kein Kommentar

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