Nimm Dir die Zeit

Foto von istockphoto.com

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von Axel Speitmann


Es ist schon peinlich. Eigentlich wollte ich diesen Artikel schon vor über einer Woche schreiben. Aber wie es halt immer so ist, es kam immer wieder was dazwischen. Und so habe ich geschoben und geschoben. Und daraus sind inzwischen fast eineinhalb Wochen geworden. Peinlich ist es deshalb, weil ich schon vor eineinhalb Wochen genau wusste, worüber ich schreiben wollte. Und wer jetzt weiterliest, der wird verstehen…warum das peinlich ist.


Ich hätte dieses Intro einfach weg lassen können und so tun, als ob nichts wäre. Einfach den Artikel veröffentlichen. Aber das wäre mir zu unehrlich gewesen. Ich hätte den Artikel auch irgendwann später veröffentlichen können. Aber ich wollte das jetzt, in der Vorweihnachtszeit tun. Und ich wollte mit dieser Einleitung auch zeigen, dass ich nicht besser bin, als alle anderen, die in diesem Tagen mit dem Zeitproblem kämpfen.

Worum geht es? Die Überschrift sagt es. Nimm Dir Zeit! Gerade in dieser hektischen Vorweihnachtszeit, wo die einen noch auf das große Geschäft hoffen, die anderen durch die Läden hetzen und die Geschenke zusammenklauben. Gerade jetzt, wo die einen den Jahresabschluss und die Inventur schon vor Augen haben und die anderen den Kurztrip über Weihnachten in die Berge oder auf die Kanaren. Nimm Dir Zeit!

Die meisten werden jetzt antworten: Zeit ist genau das, was sie derzeit nicht haben! Zeit ist gerade in dieser Jahreszeit ein knappes Gut. Alles hetzt, alles jagt den Schnäppchen hinterher, alles ist im „Vorweihnachtsrausch“. Man nimmt noch schnell den ein oder anderen Weihnachtsmarktbesuch mit, dann die obligatorischen Weihnachtsfeiern von Firma, Kegelclub, Verein oder Kirche und zwischendurch noch ein paar Plätzchen backen und Geschenke verpacken.

Das geht so bis zum Heiligen Abend, wo viele sich abgehetzt auf den letzten Drücker noch irgendwo in die Kirchenbank drücken – die meisten das einzige Mal im Jahr – und dann nach Hause hechten, weil das Festmahl noch vorbereitet werden muss. Und irgendwann fragt man sich, warum die Zeit so schnell vergeht. Man fühlt sich betrogen.

Merkst Du was? Da fehlt irgendwo die Gelegenheit mal in Ruhe durchzuatmen. Falls Du das nur am ersten oder zweiten Weihnachtstag schaffst, wenn Du mit vollgefressenem Bauch auf dem Sofa liegst, bist Du ein armes Schwein. Nimm Dir die Zeit! Jetzt.

Sich Zeit nehmen, das ist ein aktiver Vorgang. Da muss ich etwas tun. Da muss ich entscheiden, nämlich gegen irgendwas, was MIR die Zeit nehmen will. Lass dir nicht die Zeit nehmen von Dingen, Aufgaben oder gesellschaftlichen Zwängen, die dir die Luft zum Atmen nehmen.

Nimm DU dir die Zeit – die Zeit für Dich. Versuche aus der Hektik und dem Stress und dem Rausch dieser Zeit auszubrechen. Nimm Dir hier eine Stunde und da ein paar Minuten, oder auch mal einen ganzen Tag – nur für Dich. Ganz allein für Dich.

Heute habe ich mir die Zeit genommen dies hier zu schreiben. Schön, dass Du dir die Zeit genommen hast es zu lesen.

Laß dir die Zeit nicht stehlen; nimm sie Dir!



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27 Nov 2009 | in stressfreier leben » | Kein Kommentar

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