Hans und Franz

Foto von istockphoto.com

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von Axel Speitmann

Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich mal einen Artikel über die Brüste von Heidi Klum schreibe. Heute tu ich’s.

Keine Angst werter Leser, das wird jetzt weder sexistisch oder schlüpfrig noch allzu intim. So gut kenn ich die Brüste von Heidi Klum denn doch nicht. Leider. Das Einzige, was ich von ihnen weiß, sind ihre Namen. Ja sie lesen richtig. Die Brüste der Heidi Klum haben Namen.

Die Brüste von Frau Klum

Für die, die die Geschichte, die schon mindestens zwei Jahre durch die Medien geistert, nicht kennen: Frau Klum hat irgendwann gegenüber Journalisten bestätigt, dass sie ihren Brüsten Namen gegeben hat. Und da sie Deutsche ist, war sie der Meinung, ihre Brüste, die ja in ihrem Job sehr wichtig sind, sollten auch deutsche Namen bekommen. Und so heißen die zwei jetzt Hans und Franz.

Was mich an Hans und Franz so begeistert – abgesehen davon das es Brüste sind? Das ist Marketing vom Feinsten. Die Frau weiß sich zu verkaufen. Die weiß sich in Szene zu setzen. Sogar in „Einzelteilen“. Hans und Franz, das ist nicht nur der Stoff aus dem Männerträume sind. Jeder Marketingleiter träumt davon, dass er es schafft sein Produkt so perfekt in Szene zu setzen.


Selbstvermarktung in Vollendung

Man mag über Heidi Klum denken, was man will. Aber die Frau versteht es, sich zu verkaufen. Sie mögen mir den Vergleich verzeihen, Frau Klum, aber ich denke, keine Porno-Queen hat mit ihren Brüsten soviel Geld verdient, wie Sie mit ihren hübschen Zwillingen Hans und Franz. Und diese Frauen zeigen im Vergleich zu Heide Klum deutlich mehr und haben bekanntermaßen auch viele Fans.

Aber sie wissen sich nicht so gut zu verkaufen. Sie schmeißen dem Kunden gleich alles auf die Theke. „Hier bedien dich!“ Und der bedient sich. Bis er „satt“ ist. Und dann geht er erst mal.

Frau Klum macht das anders. Sie lockt. Sie macht neugierig. Sie definiert ihr Produkt. Sie setzt es in Szene. Sie promotet es. Sie zeigt ein bisschen Hans. Und ein andermal ein bisschen Franz. Aber immer nur soviel, dass die Neugierde erhalten bleibt. Und sie sorgt dafür, dass die Menschen über sie reden. Über die Klum, über Hans, und über Franz.

Lächeln – sells better than sex

Schon mal darauf geachtet, was Heidi Klum macht, wenn sie eine Kamera sieht. Sie lächelt. Sie präsentiert das Produkt Klum. Denn sie will auch morgen noch auf ein Cover oder in ein Fernsehformat. Über viele Jahre hat die Frau es geschafft auch ohne Skandale im Gespräch zu bleiben. Das bedeutet viel Öffentlichkeitsarbeit. Viel PR in eigener Sache. Denn nichts ist so vergänglich, wie die Modeszene und ihre „Heldinnen“. Aus den Augen aus dem Sinn. Falsches Alter – Ende der Karriere.

Warum ich über die Brüste von Heidi Klum schreibe? Mich fasziniert ihr Selbstmarketing. Das ist harte Arbeit. Sie macht das verdammt gut. Der Erfolg gibt ihr Recht.

Selbstmarketing ist das, was die wenigsten von uns wirklich beherrschen. Sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Leben gibt es genügend Möglichkeiten für Selbstmarketing. Ideen sind da gefragt. Wenn wir uns fragen, warum bestimmte Menschen in Fernsehsendungen eingeladen werden, oder öffentliche Ämter oder gute Jobs angeboten bekommen, dann liegt das nicht selten am Selbstmarketing.

Diese Menschen verkaufen sich gut nach außen. Diese Menschen rühren die Werbetrommel in eigener Sache. Der eine lauter der andere leiser, aber im richtigen Moment. Diese Menschen machen von sich reden. Wer gutes Selbstmarketing macht, der sorgt dafür, dass man ihn nicht vergisst. Der hinterlässt bleibenden Eindruck. Der erreicht, dass die Leute auf der Straße über ihn reden. Und am Besten Gutes.

Erfolg muss erarbeitet werden

Aber Vorsicht! Es ist nicht damit getan seine Brüsten Namen zu geben! Selbstmarketing ist wirklich Arbeit. Man muss immer am Ball bleiben. Man darf nicht nachlassen. Erfolg stellt sich auch selten über Nacht ein. Das bedeutet man braucht Stehvermögen und Ausdauer. Kontinuierlich daran feilen im Gespräch und im Gedächtnis der Menschen zu bleiben. Und lächeln, vielleicht.

Erfolg ist eine Sache, die uns nicht in den Schoß fällt. Erfolg muss man sich erarbeiten. Und ein gutes Vermarkten der eigenen Person hilft, dass Erfolg dauerhaft wird. Und öffnet so manche Tür, die sonst verschlossen bleiben würde. Die meisten Menschen könnten mehr erreichen, wenn sie bereit wären, tagtäglich an dem Bild, das die Öffentlichkeit von ihnen hat, zu feilen.

Das erfordert neue Ideen. Nachmachen gilt da nicht. Du must etwas Besonderes sein und nicht imitieren. Das erfordert den Mut, ins Rampenlicht zu treten. Da muss man auf die Menschen zugehen. Da muss man bereit sein anders zu sein. Nicht etwas für jeden.

Wer davon träumt Deutschlands neuer Superstar, neues Supermodell oder neuer Superman zu werden, der sei sich dessen bewusst.

Frau Klum: meinen Respekt. Und schönen Gruß an Hans und Franz!



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5 Aug 2009 | in erfolgreicher leben » | Kein Kommentar

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