Grüß Gott!

Foto von istockphoto.com

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von Axel Speitmann

Wo lebst Du? Lebst Du auf dem Dorf, wo jeder jeden kennt und jeder jeden grüßt? Außer dem einen Nachbarn natürlich, mit dem man seit Jahren im Clinch liegt. Oder wohnst Du in der Stadt, wo keiner sich kennt und keiner den anderen grüßt? Grüßt Du deine Nachbarn? Grüßt Du Fremden, die Dir auf der Straße begegnen?

Ich habe schon in vielen verschiedenen Städten, Regionen und Ländern gelebt und gearbeitet. Je nachdem wo man ist, sind die Gepflogenheiten sehr unterschiedlich. Dabei ist der Unterschied zwischen Stadt und Land ganz besonders auffallend. Während auf dem Land fast jeder jeden grüßt, egal ob er ihn kennt oder nicht, gehen die Menschen in den Städten oftmals selbst an den nächsten Nachbarn grußlos vorbei.


Macht uns die Vielzahl der Menschen so abgestumpft?

Leben die „Stadtmenschen“ einen anderen Rhythmus, der einfach nicht mehr zulässt, dass man sich die Zeit fürs Grüßen nimmt? Oder macht die Stadt die Menschen unfreundlich? Unpersönlich. Anonym. Beziehungslos.

Ja, das ist es. Wir haben keine Beziehung mehr zu diesen Menschen. Das ist in ländlichen Regionen vielleicht anders. Die Menschen haben Beziehungen zueinander. Selbst zu den Fremden, die in der ländlichen Idylle als Fremde auffallen. Welcher Fremde fällt schon in der Großstadt auf – außer er kommt im Baströckchen o.ä. Die Menschen nehmen einander wahr. Ganz bewusst. Sie sehen „aha, da kommt ein Mensch“. Und schon wird er einsortiert. Kenn ich. Kenn ich nicht. Sympathisch. Unsympathisch. Grüß ich. Oder grüß ich nicht.

Und diese „grüß ich nicht“ ist in diesem Fall eine ganz bewusste Entscheidung und kein Dauerzustand. Und es bleibt eine Ausnahme. Denn die Menschen schmücken sich mit einem ganz besonderen Schmuck, der sie besonders Attraktiv macht. Freundlichkeit!

Wie mich jemand wirklich überraschte

Vor einiger Zeit hat mich jemand einmal vollkommen perplex gemacht. Ich war einkaufen und als ich mit meinem Einkaufswagen wieder zum Auto kam, saßen ganz in der Nähe ein paar Gestalten, die auf den ersten Blick wie Obdachlose auf mich wirkten. Ich schenkte ihnen weiter keine Beachtung und lud meine Einkäufe ins Auto. Als ich dann den Wagen wegbringen wollte, sprach mich einer aus der Gruppe an.

Er war unrasiert, hielt eine Bierflasche in der Hand und wirkte etwas heruntergekommen. „Hallo Du“, sagte er. Und als ich nicht gleich reagierte, da ich mich nicht angesprochen fühlte, rief er etwas lauter. „Hallo Du!“ Als ich mich ihm zuwandte, meinte er: „Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!“

Wahrscheinlich habe ich für einen Moment etwas dumm aus der Wäsche geguckt. Ich habe nur mit einem „Danke, gleichfalls!“ geantwortet, weil ich von der Situation so überrascht war, dass dieser wildfremde Mensch mir das wünscht. Im Nachhinein machte der Mann auf mich nicht den Eindruck, als wenn er mehr gewollt hat, als mir das zu wünschen. Kein Geld. Kein Bier. Er wollte nur freundlich sein.  -  Und er hatte mich wahrgenommen!

Lächeln macht schön

Freundlichkeit ist ein Schmuck, mit dem du dich immer verschönern solltest, wenn Du das Haus verlässt. Ganz egal, ob du auf dem Land oder in der Stadt wohnst. Grüße die Menschen. Lächel sie an. Und verteile hin und wieder ein freundliches Wort.

DU kannst die Welt dadurch besser machen!




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27 Jul 2009 | in zufriedener leben » | Kein Kommentar

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