Gegenwind

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von Axel Speitmann

Vor ein paar Wochen, als es so stürmisch war in Deutschland, war ich bei Wind und Wetter draußen zum Joggen. Das widrige Wetter konnte mich nicht abhalten mein Trainingspensum zu absolvieren. Nach etwa dreiviertel der Strecke kam ein extremer Wind auf und er traf mich direkt von vorn. Der Gegenwind erschwerte mir mein Training ungemein, denn ich kam kaum noch von der Stelle. Der Wind war so stark, dass ich trotz aller Anstrengung nur noch in kleinen, winzigen Schritten voran kam.




Für einen Beobachter muss es so ausgesehen haben, als laufe ich in Zeitlupe, oder als versuchte ich mich irgendwie besonders verrückt vorwärts zu bewegen. Es war eine ganz eigenartige Situation. Ich musste mich mehr und mehr anstrengen, um überhaupt von der Stelle zu kommen. Und es wurde mir nur durch noch mehr und noch stärkeren Gegenwind gelohnt. Doch ich habe mich durchgekämpft bis vor die eigene Haustüre. Und dann war ich tatsächlich ein bisschen stolz auf mich, dass ich mich nicht hab unterkriegen lassen.

Manchmal ist das in bestimmten Lebenssituationen ähnlich. Du gibst dein Bestes. Du wendest viel Kraft auf, um vorwärts zu kommen. Aber es gelingt Dir nicht so richtig. Du bekommst Gegenwind. Vielleicht an Stellen oder zu Zeiten oder auch von Menschen, von denen Du es gar nicht erwartet hattest. Du musst für die gleiche Strecke wesentlich mehr Kraft aufwenden als normal. Du musst Dich anstrengen und Dir selbst kommt es so vor als bewegst Du dich in Zeitlupe. Und vielleicht fragen sich auch andere, die dich von weitem aus einer geschützten Position beobachten und den Gegenwind nicht wahrnehmen können, warum Du dich so eigenartig fortbewegst. Oder warum Du irgendwie nicht von der Stelle kommst.

Die normale Reaktion bei Gegenwind ist, erst einmal den Kopf einziehen. Und wenn der Gegenwind zu stark wird, dann Schutz suchen, oder dem Gegenwind aus dem Weg gehen. Es ist natürlich einfacher „mit dem Wind zu segeln“ als sich dagegen zu stemmen. Aber…ja, jetzt kommt das aber…es bringt dich vom Kurs ab. Und wenn Du Schutz suchst kommst Du auch nicht mehr von der Stelle.

Nur wer sich dem Gegenwind stellt und dagegen ankämpft kommt in den schwierigen Situationen, die wir alle einmal in unserem Leben durchmachen müssen, noch weiter voran. Die anderen treten auf der Stelle.

Auch wenn es Dir so vorkommt, als würdest Du auf der Stelle treten, wenn Du dich dem starken Gegenwind in deinem Leben stellst, es geht weiter voran. In kleinen Schritten. Und mit viel Kraftaufwand. Aber es geht weiter….Und, es macht stark. Denn gegen den Wind laufen, das ist so, wie mit Gewichten trainieren. Der größere Kraftaufwand trainiert deine Muskulatur, macht sie stärker, widerstandsfähiger und ausdauernder.

Wenn wir uns heute dem Gegenwind stellen und trotzdem versuchen weiter voran zu kommen, haben wir es dafür morgen umso leichter. Also los, auch wenn es für die anderen aussieht wie Zeitlupe…Kämpf Dich voran!




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12 Mrz 2010 | in erfolgreicher leben » | Kein Kommentar

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