Fehlt dir was?

Foto: © Jutta Rotter/ PIXELIO www.pixelio.de

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von Axel Speitmann

Manchmal brauchen wir Menschen, die aufmerksam sind für das, was wir nicht sagen.

Wir brauchen Menschen, die die Lasten bemerken, die wir mit uns durch den Alltag schleppen. Und den Kummer, der uns schwer zu schaffen macht. Da spielt es keine Rolle, was das für Probleme sind. Ob wir unglücklich verliebt sind, oder schwer krank. Ob wir Geldprobleme haben, oder unser Job auf der Kippe steht. Ob ein lieber Mensch gestorben ist, oder wir plötzlich keinen Sinn mehr im Leben sehen. In diesen Situationen tut es gut einen Menschen neben sich zu wissen, der für uns da ist.


Einfach nur einer, der da ist

Dieses für den Anderen da sein, sieht immer wieder anders aus. Der Eine braucht jemanden zum Reden. Der Andere will auf gar keinen Fall reden, sondern braucht Ablenkung von seinem Problem. Der Dritte braucht eine Schulter zum anlehnen, oder ein Taschentuch zum ausheulen. Ein Anderer braucht einfach nur seine Ruhe und jemanden, der diese Ruhe verteidigt. Die Bedürfnisse sind so vielfältig wie die Probleme, die uns begegnen. Und jeder Mensch reagiert anders und verarbeitet seine Probleme unterschiedlich.

Ging es Dir auch schon so, dass Du einen Menschen brauchtest und keiner war sensibel genug, zu bemerken, wie es Dir ging? Selbst bei Menschen, die wir gut kennen, oder mit denen wir zusammenleben, kommt es vor, dass wir es nicht bemerken, wenn es ihnen wirklich schlecht geht. Dabei bedarf es häufig keiner großen Menschenkenntnis oder psychologischen Wissens, um das zu erkennen. Sondern einfach nur echtes Interesse am Menschen selbst.

Wenn man dann nur fragt: „Was ist dir denn über die Leber gelaufen?“ und dabei eigentlich eher andeutet: „Bleib mir mit deiner schlechten Laune vom Hals“, ist das keine große Hilfe. Dabei kann ein aufmerksamer Blick und eine einfache Frage danach, wie sich der andere fühlt, ein Einstieg sein, um dem Anderen Gelegenheit zu geben, sich zu öffnen.

Echtes Interesse am Anderen

Menschen bei denen wir spüren, dass sie ernsthaftes Interesse an uns als Person haben, vertrauen wir gerne unsere Probleme an. Von Menschen, die uns ernst nehmen mit unseren Sorgen und Nöten, nehmen wir auch gerne Hilfe an. So jemand sagen wir auch, was wir brauchen und was nicht.

Niemand, der einem Anderen seine Probleme offenlegt, erwartet, dass dieser gleich eine Lösung parat hat. Was er sucht ist jemand zum Reden, ein Taschentuch zum ausheulen, eine Schulter zum anlehnen, oder jemand, der sein Ruhebedürfnis akzeptiert und bewahrt. Dieser Jemand könntest Du heute sein!

Das obige Bild hat mich zu diesem Artikel inspiriert. Schau Dich um in deiner Welt. Da laufen immer wieder Menschen mit solchen Löchern im Bauch, in der Seele und im Herzen herum. Sind dir diese Menschen wichtig? Dann frage sie, was ihnen fehlt. Und sei ihnen das Ohr, das Taschentuch oder die Schulter, die sie brauchen.

Und wenn es ein fremder Mensch ist, der deine Hilfe braucht? Nun, dann sei ein Ohr, ein Taschentuch, eine Schulter für ihn oder sie. Wer weiß, wann du mal jemanden brauchst und wer dann an deiner Seite steht. Biete auch Fremden deine Hilfe an, wenn Du bemerkst, dass sie sie brauchen.

Fehlt Dir was? Vielleicht eine Aufgabe:

Geh raus auf die Straße und halte Ausschau nach Menschen, die deine Hilfe brauchen!




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16 Jul 2009 | in glücklicher leben » | Kein Kommentar

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