Der Grüner Tee-Trick

Foto von BRANDUNGSKIEKER

von Axel Speitmann

Wer mich kennt, der weiß, dass ich Kaffee-Trinker bin und kein Freund von Tee, ganz egal welche Sorte (sorry Teetrinker – ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen). Doch seit einigen Wochen mache ich sehr erfolgreich eine Abspeckkur und ein wichtiger Bestandteil dieser „Diät“ ist grüner Tee. Inzwischen habe ich neun der angestrebten zehn Kilo abgespeckt. Und ich denke, wenn ich mein Sportprogramm noch intensiviere, werden es wohl nicht zehn, sondern dreizehn oder vielleicht sogar fünfzehn Kilo.

Inzwischen fühle ich mich wieder richtig wohl in meiner Haut und mein Körper ist wieder ansehnlich und fühlt sich gut an. Vor allem da, wo vor Wochen rund um den Bauch die Speckrollen waren, merke ich deutlich, dass ich abgenommen habe. Inzwischen schnalle ich meine Gürtel zwei Löcher enger und bald vermutlich noch mal eines enger. Das dauert noch maximal zwei bis drei Wochen.

Wie hat er das gemacht, wird sich jetzt der ein oder andere fragen. Hat er gehungert bis zum umfallen? Hat er Pillen geschluckt? Oder sich zu Tode gequält im Fitnessstudio? Hat er sich einen Personal Trainer genommen? Das Fett absaugen lassen? Oder nur noch fettlos gekocht?

Nichts von alledem. Zunächst einmal habe ich meine ganz persönliche Situation analysiert und dabei folgende Dinge festgestellt.

1.       Ich bewege mich zu wenig (wie vermutlich die meisten von uns).

2.      Ich esse zu viel und zu schnell

3.      Ich trinke gerne ein Feierabendbier oder auch mal ein, zwei Glas Wein

4.      Ich nasche gerne Schokolade, Chips, Nüsse, Puddings etc.

 

Der erste Punkt kostete mich die meiste Überwindung. Auch wenn ich früher gerne und viel Sport gemacht habe, so war es jetzt hart mir ein regelmäßiges Sportprogramm zu verordnen und mich dann auch an die Verabredungen mit mir selbst zu halten. Es hat ein paar Wochen gedauert, bis die regelmäßigen Dauerläufe nicht mehr eine Qual waren, sondern Spaß machten schon während ich lief. Doch auch wenn widriges Wetter (ich habe im November mit meinem Laufprogramm begonnen)oder Erkältungen mich immer wieder hindern wollten an der notwendigen Kontinuität meiner Aktivitäten, habe ich durchgehalten.

Doch zurück zu dem Trick mit dem grünen Tee. Abgesehen von dem gerade angesprochenen ersten Punkt, haben alle anderen Dinge auf meiner Liste mit Essen oder Trinken zu tun. Also habe ich nach einem Ersatz gesucht, der mir das Gefühl gibt, ich habe etwas zu mir genommen, aber auf der anderen Seite nicht dick macht. Dabei bin ich auf grünen Tee gestoßen.

Grüner Tee hat keine Kalorien, wenn man ihn ohne Zucker trinkt. Er hat keine schädlichen Nebenwirkungen (da er so scheußlich schmeckt, kommt man auch nicht auf die Idee, ihn in großen Mengen zu trinken) und er wärmt den Körper, der während einer Diät dazu tendiert zu frieren, da dem Körper die Energie entzogen wird. Außerdem sagt man dem grünen Tee nach, dass er den Stoffwechsel anregt, was ebenfalls dazu beiträgt, dass die Verbrennung der überflüssigen Pfunde vorangetrieben wird.

Für mich war er aber vor allem eines. Ein Ersatz für die kleinen und großen Süchte und Versuchungen, die mich vor allem dann überkommen, wenn ich abends nach Hause komme. Also habe ich statt dem Bier oder dem Wein eine Tasse grünen Tee getrunken. Und wenn der Drang nach Chips oder Schokolade vor dem Fernseher größer wurde, habe ich auch eine Tasse grünen Tee getrunken. Und wenn mir kalt war, habe ich auch einen Tasse grünen Tee gemacht.

Im Laufe der Wochen hat sich mein Körper daran gewöhnt, dass immer mehr Süchte und Versuchungen und manchmal ganze Mahlzeiten durch grünen Tee ersetzt wurden. Ich habe deshalb nicht gehungert. Aber ich habe insgesamt weniger gegessen. Ganz ohne mich zwingen zu müssen.

Nach wie vor esse ich gerne hin und wieder ein Stück Schokolade oder ein paar Chips. Ich trinke auch immer noch gerne ein Bier am Abend oder ein gutes Glas Wein zum Essen. Aber eben alles nicht mehr so häufig wie früher. Und immer wieder gibt es stattdessen auch mal einen grünen Tee. Inzwischen schmeckt er mir zwar immer noch nicht, aber ….aber….aber ich sehe welchen Erfolg ich damit hatte und das ich nicht wirklich auf viel verzichten musste.

Ich denke aber, es muss nicht unbedingt grüner Tee sein. Auch wenn ich der Meinung bin, dass er neben seiner „Platzhalter-Funktion“ noch andere positive Eigenschaften hat, vermute ich, dass man es genauso gut mit anderen Lebensmitteln oder auch mit anderen Verhaltensweisen schaffen kann die „schlechten Angewohnheiten“ zu substituieren.

Wer statt den Versuchungen nachzugeben immer eine Runde um den Block geht, hat wahrscheinlich langfristig die gleichen Erfolge, wie ich mit meinem grünen Tee. Und wenn Du stattdessen lieber Rohkost zu dir nimmst, oder Mineralwasser trinkst, ich wette Du schaffst es auch!

Wichtig ist, dass wir uns genügend bewegen (ohne geht es auf Dauer nicht) und dass wir einen Weg finden, unsere schlechten Angewohnheiten gegen positive oder „gesundheits-neutrale“ Verhaltensweisen zu ersetzen. So überlisten wir unseren Körper in der Übergangsphase und gewöhnen ihn langfristig an das gesündere Leben.

 

(Foto von BRANDUNGSKIEKER)



Hat Dir der Artikel gefallen? Abonniere den RSS-Feed hier:

Hier kannst Du den Artikel weiterempfehlen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Infopirat
  • Oneview

Post to Twitter

Keine ähnlichen Beiträge zu diesem Thema.




16 Mrz 2009 | in gesünder leben » | Kein Kommentar

Kommentiere diesen Beitrag!